LEHRGANG LEBENS UND SOZIALBERATUNG / Lehrgangskonzept

Lehrgangs-Konzept:
Das Programm ist ideologisch unabhängig und fühlt sich einem auf Selbstbestimmung ausgerichteten, von Respekt und Grundachtung getragenen Menschenbild verpflichtet. Es ist vorrangig praktisch orientiert und vermittelt konkret anwendbare Interventionsschritte. Entsprechend den Anforderungen für Lehrgänge gemäß dem BGBL mit letztgültiger Fassung vom 14.02.2005 vermittelt der Lehrgang fundierte, methodische Beratungskompetenz sowie ein breites Spektrum von Fachwissen zu Sachthemen für den Schwerpunkt Elternbildung/Erziehungsberatung. Betonung kommt jenen Aspekten besonders zu, die die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen emotionaler Intelligenz wie Teamfähigkeit, Kooperation, Verantwortung, Selbstregulierung, Empathie, Flexibilität und Selbstbewusstsein bei Kindern fördern. Dieser Lehrgangsteil basiert auf sozialpsychologischen Modellen sowie dem aktuellen Stand pädagogischer Entwicklungen unter Anwendung einer systemischen Betrachtungsweise. Es werden die Gesichtspunkte eines sozial integrativen Erziehungskonzepts vermittelt. Damit wird ein Beitrag für die Entwicklung jener Schlüsselkompetenzen bei Kindern geleistet, die wesentliche Voraussetzungen sind, um die Herausforderungen einer globalisierten Arbeitswelt und der sich rasch verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu meistern.

Ausgangslage:
Die ARGE Erziehungsberatung und Fortbildung GmbH und der österreichische Bundesverband für Erziehungsberatung wollen in der Gesellschaft und bei politischen Institutionen ein Bewusstsein für die Dringlichkeit einer Auseinandersetzung mit dem Thema Kindererziehung als wichtigste Investition in die Zukunft schaffen. Die Anforderungen an Erzieher in einem komplexen und dynamischen Umfeld müssen auf breiter institutioneller Basis diskutiert, Eltern und Lehrer durch Spezialisten unterstützt werden.Der zertifizierte Lehrgang Lebens-und Sozialberatung der ARGE Erziehungsberatung mit Fachschwerpunkt Elternbildung/Erziehungsberatung ist die Basis für diese Ziele. Die Ausbildung wurde von der ARGE Erziehungsberatung entwickelt. Diese organisiert die Seminare, wählt anerkannte Experten für die einzelnen Themenbereiche aus und kontrolliert permanent die Qualität. Die ARGE Erziehungsberatung und Fortbildung GmbH Dr. Martina Leibovici-Mühlberger und der österreichische Bundesverband für Erziehungsberatung (öBEB) verstehen sich als Brückenkopf beim Aufbau eines europäischen Netzwerkes von Organisationen mit ähnlichen Zielen. Besonderes Interesse gilt dabei den mittel- und südosteuropäischen Staaten. Auch die interne Struktur ist als Netzwerk gestaltet. Ausgebildete ElternbildnerInnen und ErziehungsberaterInnen werden in einen Trainerpool aufgenommen.

Zielgruppe:
- Personen, die eine beratende, lehrende oder leitende Funktion im pädagogischen oder psychologischen Bereich inne haben oder anstreben,
- aktiv für pädagogische Institutionen wie Kindergärten, Schulen, Horte tätig sind,
- in sozialpsychologischen Diensten und Institutionen oder
- in der Erwachsenenbildung bzw. Elternfortbildung arbeiten,
- besonders an Pädagogik interessiert sind.

Ausbildungsziel:
Die Zielsetzung des Lehrgangs besteht in der Qualifikation zum/r Lebens und Sozialberater mit zusätzlichem Fachschwerpunkt Elternbildung/Erziehungsberatung unter der Zertifizierungsnummer ZA - LSB 057.0 / 2003 akkreditiert. An weiteren die Zertifizierungen erhielt der Lehrgang jene durch die Donau Universität Krems CERT NÖ, sowie die Zertifizierung durch die Johannes Kepler Universität Linz. Der Lehrgang erhielt darüber hinaus durch das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend die Gleichsetzung zu Ausbildungen zum Ehe- und Familienberater des Bundes, womit die grundsätzliche Anstellung von Absolventen in Beratungsstellen des Bundes gegeben ist. Die ARGE Erziehungsberatung und Fortbildung GmbH ist anerkannter Bildungsträger. Absolventen haben die gewerberechtliche Möglichkeit der Lebens &Sozialberatung und somit Niederlassungsgenehmigung. Der Gesamtlehrgang entspricht den Voraussetzungen der gültigen BGBL Verordnung für Lebens- und Sozialberatung und wurde von der Bundeswirtschaftskammer zertifiziert.


1 Lehrgangsabschnitt - Ausbildungsziel - Elternbildner/Innen
Elternbildner halten Vorträge, Seminare oder Workshops und vermitteln das von erfahrenen Fachleuten entwickelte sozial integrative Erziehungsmodell, das auf dem gegenseitigen Respekt von Eltern und Kindern aufgebaut ist. Es enthält praxisorientierte, in jeder Situation einsetzbare Werkzeuge für den Erziehungsalltag, lässt Kindern ein hohes Maß an Freiheit und bietet ihnen gleichzeitig Sicherheit durch konsequente Führung. Neben den pädagogischen Lehrinhalten umfasst der Lehrgang auch die Vermittlung und das praktische Training von Trainerkompetenzen und Organisationsentwicklung für Bildungsveranstaltungen sowie spezielle Fachseminare zu definierten spezifischen Sachthemen ( Essstörungen, Konfliktmanagement, Pubertät) und angrenzenden Gebieten der Beratung und vermittelt somit auch Basisberatungskompetenzen für Standarderziehungssituationen. Zielsetzung ist es bereits im 1 Lehrgangsabschnitt hohe methodische Fachkompetenz sowie Sachkompetenz zu Fachthemen zu vermitteln.

 
2 Lehrgangsabschnitt - Ausbildungsziel - Erziehungsberater/In
Absolventen des Gesamtlehrgangs sind selbständige Vollvertreter des Berufsbildes mit zusätzlichem Fachschwerpunkt Elternbildung/Erziehungsberatung. Bei Institutionen, die wesentliche Funktionen in der Kindererziehung ausüben, wie Schulen, Tagesstätten, Jugendämtern oder psychosozialen Einrichtungen werden sie unterstützend und mediierend tätig. Berater mit Fachschwerpunkt Elternbildung/Erziehungsberatung helfen bei der Bewältigung akuter Herausforderungen wie Konflikten und Krisen von Schülern oder Drogenproblemen. Sie sind die ersten Anlaufstellen, die als Zuweisende an andere Institutionen oder Psychotherapeuten auftreten. Daneben sollen selbstständige Erziehungsberater auch als niedergelassene Einzelberater für Eltern, AlleinerzieherInnen und Familien fungieren oder als Berater im Konflikt eines Jugendlichen mit seinem sozialen Bezugsfeld. Absolventen des Vollmoduls verfügen über hohe methodische Beraterkompetenz , entsprechende Selbsterfahrung, Wissen zur Krisenintervention und besitzen neben Fachwissen zu wesentlichen Erziehungsthemen und angrenzenden Gebieten auch Basiswissen zu beratungsrelevanten Rechtsthemen. Der Lehrgang Erziehungsberater baut auf einem Abschluss des ersten Lehrgangsteils oder äquivalenten Vorkenntnissen auf.

Arbeitsfelder für Elternbildner/Erziehungsberater:

- Erwachsenenbildung - Elternbildung
- Fortbildung von MitarbeiterInnen im pädagogischen oder psychologischen Bereich und damit wichtige Multiplikatorfunktion
- Zusatzausbildung für Beratungslehrer, Schulpsychologen und Sozialarbeiter
- mobile Erziehungsberatung für Kindergärten und Schulen
- Nachmittagsbetreuer und Horterzieher
- Betreuung und Leitung von Jugendzentren
- Betreuer in Krisenzentren
- Erziehungsberater karitativer Institutionen (z.B. Caritas)
- Familien-IntensivbetreuerInnen vom Hilfswerk
- selbstständige niedergelassene Erziehungsberater in eigener Praxis oder Gruppenpraxis
- Tätigkeit im forschungsorientierten Bereich
- Tätigleit in Online-Beratung
- Projektentwicklung im pädagogischen und sozialpädagogischen Fachbereichen
- Berater in Beratungstellen des Bundes